Ende 13. Jahrhundert

Die Vermutung liegt nahe, dass die Vorburg gegen Ende des 13. Jahrhundert als habsburgisches Verwaltungszentrum gegründet wurde.

Nach 1300

Zweite Bauphase mit Errichtung eines bergseitigen Zwingers und talseitig durch eine Umfassungsmauer mit Nebengebäuden ergänzt. Die Bewohner der Vorburg waren bis 1351 die „Edelknechte von Uranum“. Sie werden im Wappenbuch von Aegidius Tschudi 1532 im Wappen von Oberurnen als drei silberne Sterne in schwarzem Schrägbalken dargestellt. Als habsburgische Untervögte auf der Vorburg werden in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhundert die „Stucki“ erwähnt.

1351

Zerstörung der nahen Burg „Stadion“ in Näfels durch die Glarner. Sie war bis dahin Sitz eines habsburgischen Dienstmanns gewesen, und ihre Funktionen wurden nun möglicherweise auf die Vorburg übertragen.

1388

Das habsburgisch-österreichisches Heer wurde bei Näfels von den Eidgenossen vernichtend geschlagen. Die habsburgische Herrschaft im Glarnerland brach darauf zusammen, was sich auf den Zweck der Vorburg auswirkte. Gemäss dem Glarner Geschichtsschreiber Gilg Tschudi soll die Festung danach den Bewohnern von Oberurnen als „Flöchting“ (Zufluchtsort) in unruhigen Zeiten gedient haben. 


15. Jahrhundert

Spätestens im 15. Jahrhundert wurde die Vorburg aufgegeben und dem Zerfall überlassen. Eine leichte Rötung der Mauersteine im Innern des Palas deutet darauf hin, dass ein Brand diesen Prozess beschleunigt haben könnte. 


Kurz nach 1900

Die Schildmauer wurde gesichert.

1940

Teile der Umfassungsmauer wurde freigesetzt.

1972

Das Ökonomiegebäude am Fuss des Burghügels wurde archäologisch untersucht, wobei hauptsächlich Tierknochen gefunden wurden. Heute sind noch Reste der Mauern des Hauptbaus übrig, wobei die bis zu 3,5 Meter dicke Nordmauer des Palas mit gut 16 Metern Höhe immer noch recht imposant wirkt.


1995

Einige Interessierte von Oberurnen gelangen mit der Bitte an den Kanton Glarus. Mit der Vorburg sollte wieder etwas geschehen.


1996

Der Kanton Glarus gibt eine Projektstudie in Auftrag.


1997

Die Projektstudie von Jakob Obrecht liegt vor.


2001

Der Gönnerverein wird gegründet.


2002

Die Stiftung Pro Vorburg wird gegründet und die Vorburg geht an die Stiftung über.

2003

Rund um die Vorburg wird der Wald gerodet, die Ruine ist wieder von weit her sichtbar.


2004 - 2007

Jährlich wiederkehrende Arbeitstage, Rüten, Wege und Unterhalt


2008

Eine Feuerstelle wird errichtet


2009

  • Die Burganlage wird elektronisch vermessen.
  • Dies ist die Grundlage für weitere Renovationen rund um die Vorburg.
  • Am Fusse der Vorburg wird ein Gerätehaus erstellt.
  • Gesponsert von der Firma Josef Landolt Holzbau „Landhüsli-Sepp“ von Näfels.
  • ein herzliches Dankeschön.

2010

Rekonstruktion der Vorburg Oberurnen


2011

  • Wir treten der Kooperation Güter-Brunnen bei.
  • Die Burgenanlage wird mit einer Wasserleitung und einem Brunnen versehen.
  • Vom Chüefer-Gädeli wird eine Wasserleitung bis zur Burgruine verlegt.